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Unter dieses Motto möchte ich meine Kinderfotografien stellen. Diese Kinderaugen haben es mir angetan, sie ziehen mich in ihren Bann und nehmen mir meine Ruhe. Immer wieder, wenn ich jetzt die Bilder der steinwerfenden Kinder in der Presse oder im Fernsehen sehe, muss ich an die Kinder denken, die ich in Palästina kennen gelernt habe. Es waren Kinder wie überall auf der Welt. Sie spielen gerne, essen gern Eis oder Süßigkeiten, schmiegen sich scheu an ihre Eltern oder Vertrauten bei der Begegnung mit Fremden. Können wir darin nicht auch unsere Kinder sehen? Die Kinder Palästinas erzählen eine ganz eigene Geschichte. Sie erzählen von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, von Vertrauen und Misstrauen, von Fröhlichkeit und Angst, von Liebe und Gewalt. Ich habe Kinder in Flüchtlingslagern in Nablus und Gaza gesehen, wie sie im Dreck sitzen und mit dem wenigen, was sie haben, spielen. Und ich habe erlebt, wie sie zwischen Angst und Neugierde auf mich reagiert haben, wie sie mir hinterhergelaufen sind oder sich vor mir versteckt haben. In einem Sommerferienlager in Ramallah waren Kinder, die für eine Zukunft in Frieden kämpfen. Das mag für uns ein Widerspruch sein, dort ist es aber zur selbstverständlichen Notwendigkeit geworden. Sie lernen ihre eigene Geschichte kennen, sie basteln, singen und lernen, sich gegenseitig Mut zu machen. Bei einer Demonstration zur Unterstützung der Palästinenser im Herbst 2000 in Leipzig habe ich Kinder fotografiert, deren Entschlossenheit mich zutiefst beeindruckt und gleichzeitig beunruhigt hat. Kinder sind unsere Zukunft. Alle Kinder dieser Welt haben die selben Rechte...auch die Kinder Palästinas. |