Lao – Vientiane

Fahrradtour. Ork Phansa – Boun Suang Heua (Bun Nam)

Heute haben wir die geplante Fahrradtour nachgeholt. Alte klapprige Drahtesel hatten wir aber für Fr 4.75 für uns vier und für den ganzen Tag sieht man schon mal über die Schönheitsfehler hinweg. Wir haben tolle Sachen in der Stadt gesehen und eine Fahrradtour ist wirklich zu empfehlen. Man kommt schnell an alle Orte und sogar mit den Kindern war es nicht zu gefährlich, allerdings ist ein früher Start wichtig. Zum einen ist der Verkehr da noch nicht ganz so schlimm und zum anderen ist die Hitze erträglich.

Stop – Wat Si Saket

In diesem ältesten Tempel von Vientiane waren wir schon einmal. Aber heute war ein ganz besonderer Tag: Bun Nam. Wir haben uns die Zeit genommen, und wirklich alles anzuschauen.

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DSC_02501Die Besucher bringen Geschenke für die Möche. Da ist alles mit dabei: von Schokolade, über Geld bis hin zu Zahnpasta und Seife. Man stellt einfach alles auf den Tisch, dann wird es in riesigen Körben eingesammelt und später sortieren die Mönche alles weiter hinten.

Im Innenraum des Temples, sass ein Mönch, nahm Geschenke entgegen und sagte dann etwas zu den Gebenden. Ich habe keine Ahnung was. Ich hatte den Wunsch, auch daran teilzunehmen und fragte meine Familie, ob sie mitmacht. Von Alina bekam ich ein klares „Ja„, von Lara ein „ich weiss nicht so recht“ und von Stéphane ein „Nein„. Also ging ich mit Alina. Und ich kann nicht so richtig beschreiben, was da passierte, aber als ich vor dem Mönch sass und seine Worte hörte, kamen mir die Tränen. Ich bin dankbar, dass ich meinem Wunsch gefolgt bin. Ich habe mich nicht als Eindringling gefühlt, sondern als ein Mensch, der einer anderen Religion damit Respekt erweist, dass ich mich auch vor „ihr verbeugte„. Wie können wir jemals auf dieser Welt unsere religiösen Differenzen überwinden, wenn wir nicht an den Festen und Traditionen der Anderen teilnehmen und damit ein Zeichen setzten, dass wir alle auf der Suche sind, alle an etwas glauben, und gleichzeitig, den Glauben der Anderen respektieren?

Stop – Pauxai

Der Pauxai ist die laotische Variante des französischen Arc de Triomphe.DSC_02541

Wir sind bis nach ganz ganz ganz oben gestiegen und hatten eine traumhafte Aussicht. Der Pauxai liegt dem Präsidentenpalast ganau gegenüber und eine Strasse, die wie der Champs-Elysée aussieht, dazwischen. Von dort oben hatten wir dann auch unsere nächste Station entdeckt, die nicht auf der offiziellen Fahrradtour lag.

Stop – Phat Tich Temple

Dies ist ein spezieller Ort. Der Phat Tich ist so gebaut, dass er wie eine Vietnamesische Pagoda aussieht. Es ist ein Turm, der in jedem seiner Stockwerke eine Buddha Figur hat.

Anschiessend gab es noch einige Sachen, die wir besichtigt haben, aber die Sonne stieg, der Hunger der Kinder auch, und erste Ermüdungsquängeleien begannen. Also Mittagspause und dann irgendwann zurück ins Gästehaus, duschen und Pause.

Wir sind extra noch zwei Tage länger geblieben, da Dienstag und Mittwoch ein grosses Fest war. Die ganzen Verkaufsstände hatten wir schon die vorherigen Tage gesehen und den Lärm auch gehört. Aber heute war Bun Nam – Ork Phansa (Es sieht so aus, als sind es zwei verschiedene Feiertage, die aber im selben Zeitfenster sind.) The holiday marks the end of Buddhist “Lent” and the rainy season. Monks are liberated to perform their normal community duties. It is celebrated with boat races and carnivals. In the evening people launch small, candlelit banana-leaf (heua fai) floats on the rivers, decorated with offerings of incense and small amounts of money to bring luck and prosperity. Dieser Tag markiert das Ende der Regenseason und des Buddhistischen „Lent“.

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Die Menschen feiern ihn, indem sie Blumengebinde nach Sonnenuntergang auf den Mekong legen, und damit für Glück und Wohlstand bitten. Lara und Alina haben beide beim Gestalten der Gebinde geholfen, die dann verkauft wurden. Alina hat ihres geschenkt bekommen, was wirklich nett war. Also gingen wir wie alle anderen zum Fluss, schauten uns den Sonnenuntergang an und als es dunkel war, ging Alina mit Stéphane zum Fluss. Dort mussten sie KIP 5000 zahlen, um an den Fluss zu kommen, damit ein Junge im Fluss das Gebinden einen Schubs gibt und es vom Ufer wegkommt 🙂 Damit haben wir als Familie den Wunsch, dass wir uns besser verstehen, dem Fluss anvertraut.


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In den Tagen vor dem Fest wurden in den verschiedenen Tempeln Boote aus Bambus gebaut, die zwar nicht schwimmen können und auf einem Floss transportiert werden müssen, aber schön aussehen. Irgendwann wurden die Kerzen angemacht und es gab ein traumhaftes Bild: Die erleuchteten Boote zusammen mit den Blumengebinden, die alle Kerzen auf sich hatten.

Und zum Abschluss noch ein Feuerwerk. Da Lara sich beim Herumklettern die Kuppe vom kleinen Zeh auf/abgerissen hatte, blieben wir nach dem Feuerwerk nicht länger, sondern kämpften uns zurück ins Gästehaus. Und kämpfen ist das richtige Wort. Tausende und Abertausende von Menschen… zu viele Menschen für meinen Geschmack. Zeitweise trug ich Lara, da ich Angst hatte, dass sie mit ihrer Wunde irgendwo gegen kam. Als wir zurück waren, brauchte ich wieder eine Dusche.

im Phat Tich Temple
im Phat Tich Temple