Ok, jetzt hat der Computer mir meinen Text zweimal gelöscht und aus einer sehr erholsamen Situation wird gerade Stress, Frust und Ärger…

Denn sonst hatte ich einen wirklich schönen Tag. Als ich heute morgen zu meiner Meditation in den Garten ging, regnete es noch. Der hörte dann aber fast auf, als wir auf dem Weg nach Cullerne waren und in Cullerne hatten wir sogar Sonnenschein. Ich erinnere mich daran, dass schon als ich 1993/1994 in Edinburgh wohnte, wir oft gesagt haben, dass man in Schottland alle Jahreszeiten, alle Temperaturen und alle Wettermöglichkeiten an einem Tag erleben kann. Es regnet, ist kalt, dann kommt die Sonne, es wird für hiesige Verhältnisse richtig heiss, dann schieb sich wieder eine Regenwolke vor die Sonne und so vergeht der Tag mit an- und ausziehen. Momentan übe ich das Zwiebelprinzip. Ich trage ein T-Shirt, dann einen langärmligen Pulli, dann einen warmen Flies und dann noch eine Regenjacke und die Mädchen machen es ganz ähnlich. Also ziehen wir uns an und aus im Akkord.

Was mir heute besonders gut getan hat, waren die Gespräche. Ich habe wieder ein paar interessante Lebensgeschichten gehört. Das ist das schöne, interessante aber zum Teil auch schwierige hier. Die Leute kommen und gehen. Jeder Tag ist ein anderes Team im Garten. Natürlich gibt es die, die ‚immer‘ da sind, aber zwischen den Seminarteilnehmern, den Service Exchange Leuten (die im Garten kostenlos campen dürfen und als Gegenleistung dort arbeiten) und den Volunteeren wie wir es sind, ist ein ständiges kommen und gehen. Man lernt immer neue Leute kennen aber keinen so richtig. Deshalb freue ich mich um so mehr, wenn ich bei der Arbeit oder in der tea break mir interessante Lebensgeschichten anhören darf.

Da heute Mittwoch war, wurde nur ein ½ Tag gearbeitet. Wir nutzten unsere hart verdienten meal tickets, um im CC zu speisen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie reichhaltig das Buffet hier ist.

Anschliessend gab es eine Verhandlungssituation mit einem potentiellen Interessenkonflikt. Die Mädchen wollten mit ihrer neuen Freundin spielen, Stéphane und ich wollten uns eine Distillery anschauen, aber eigentlich ohne Kinder, aber konnte ich die so einfach der anderen Mutter zumuten? Nun, die Verhandlung war hard und lang und schlussendlich erfolgreich. Kinder spielen. Eltern trinken.

Wir besuchten Benromach in Forres. Ja, wir haben hier unsere eigene Distillery. Und was für eine!

At BENROMACH, we handcraft our whisky and make it slowly, the time-honoured way. It’s why our 10 Year Old is brimming with gorgeous classic pre-1960s Speyside character. And every drop is fine enough to be savoured as a single malt.

Die Besichtigung war wirklich interessant und für die unter euch, die den Mut aufbringen, sich dem schottischen Akzent zu stellen, gibt es auf dem Link ein Video zur Geschichte der Distillery. Nach der Tour hatten wir das Vergnügen, den Whisky zu verkosten. Insgesamt durften wir 7 verschiedene probieren: 5-jährigen, 10-jährigen, 15-jährigen, 30-jährigen, den Peat Smoke, den 100° Proof und meinen absoluten Favoriten Organic. Ich kann ehrlich sagen, dass zwei Distillerien am Nachmittag eine zu viel gewesen wäre. Hic

day16