Myanmar.

Mandalay.

Um kurz nach 6 Uhr morgens kamen wir endlich nach über 12 Stunden Fahrt in Mandalay an. Der Busbahnhof liegt ca. 8 km ausserhalb des Stadtzentrums, so dass wir noch ein Taxi brauchten, dass uns zum Gästehaus brachte.

Wir hatten wirklich Glück. Momentan ist Hochsaison und morgen ist auch noch der Tag der Unabhängigkeit, und trotzdem bekamen wir ein Zimmer im Gästehaus unserer Wahl. Es liegt mitten im Zentrum und wir konnten das Zimmer gleich beziehen, so dass wir unser Gepäck abstellen und frühstücken gehen konnten, um dann die nähere Umgebung zu erkunden. Lara hatte heute keine Lust, uns zu begleiten und blieb deshalb im Gästehaus zurück.

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zum ersten Mal ohne Lara – vor Unmengen an unterschiedlichem Reis

DSC_2838[1]Das erste was uns auffiel, war die Temperatur. Hier in Mandalay ist es wesentlich kühler als in Hpa-an, woher wir gerade gekommen waren. Die Bevölkerung trägt Wintersachen. Wir fanden unseren Weg zu Marktständen, schauten Frauen, beim Fischfleisch entnehmen zu, tranken einen süssen Kaffee und bewunderten die Künste eines lokalen Nan-Brotmachers… die indischen Einflüsse sind hier stark spürbar.

Kurz vor dem Mittag gingen wir ins Gästehaus zurück, um zu sehen, was Lara so macht und ob sie uns schon vermisst. Die vermisste uns aber nicht, denn Harry Potter ist die beste Nanny derzeit. Wir waren dann einige Zeit im Zimmer, um uns auszuruhen, die restlichen Wochen in Myanmar zu planen und Tagebuch nachzuführen.

Ursprünglich wollten wir 6 Wochen in Myanmar reisen, denn irgendwie hatte ich schon das Gefühl, dass es hier viel zu sehen gibt, da es aber nur ein 28 Tage Visum gibt, war schon klar, dass es knapp wird und heute, seit dem ich die Planung etwas genauer gemacht habe, weiss ich mit Sicherheit, dass wir Ideen und Pläne streichen müssen. So werden wir es z.B. nicht an den Strand schaffen und müssen das auf Bali verschieben.

DSC_2841[1]Myanmar ist erstaunlich. Es ist eine Mischung aus altem Kolonialstil, aus Buddhistischen Klostern und Tempeln, aus muslimischen Moschen und Hindu Tempeln. Die Bevölkerung ist hoffnungslos arm und dann gibt es die wenigen Superreichen. In Myanmar leben ca. 8 grössere ethnische Gruppen, die zum Teil sehr unterschiedlich sind. Wenn ich in die Gesichter schaue, sehe ich ähnliche Gesichtszüge, wie ich sie in Sri Lanka und Indien gesehen hatte und auch in Kambodscha oder Laos. Wir finden traditionelle Märkte, zuerst verschlossen drein schauende dann aber freundlich zurück lächelnde Gesichter und immer noch die erstaunten Blicke über die Anwesenheit von Ausländern. Die militärische Junta hatte das Land fest im Griff und nur langsam strömen die neugierigen Reisenden ins Land. Ich wünsche den Burmesen, dass sie sich ihren natürlichen Charm erhalten können und ihr Land vor Über-Tourismus schützen wollen und werden.