Myanmar.

Inle Lake

Heute haben wir eine schöne Fahrradtour gemacht. Zuerst wollten wir nur inle lake mapnach Khaung Daing zu den heissen Quellen, haben dann aber gelsen, dass der Eintritt 10 US Dollar pro Ausländer ist. Wenn man in den Pool für die Einheimischen geht, kostet es immer noch 5 US Dollar, wo sie nur 1000 kyat bezahlen (1 US Dollar). Die Pools für die Einheimischen sind single sex und irgendwie hatten wir dann keine Lust mehr, rein zugehen. Anstelle in den heissen überteuerten Pools zu sitzen, entschieden wir uns für eine ausgedehntere Tour, die wir auf dem Internet gefunden hatten. Ein zweiter Blog bestätigte uns, dass es eine schöne Idee war, und auf ging’s.

Unser erster Stop war ein Cafe, an dem wir fast vorbeigefahren wären. Es war ein day184Ort, des Ausruhens und des Geniessens. Dieses kleine Café ist eine Perle, und jeder Tourist der verschwitzt auf seinem Fahrrad hier vorbeikommt, sollte absteigen, einen Tee, einen Saft oder einen fantastischen Shan Kaffee trinken und damit automatisch einen Gruppe von Biobauern unterstützen. Als wir gerade rausgehen wollten, kam gerade ein anderer Tourist an, der sich einen drink aus dem Kühlschrank nahm und schon dabei war, wieder zu gehen. Ich redete auf ihn ein, sich einen frischen Saft zu gönnen und wir kamen ins Gespräch. David, aus Australien, gab uns Ideen, was wir in Sydney alles machen könnten und hatte sogar ein paar Vorschläge für Neuseeland. Es war ein nettes Gespräch und ich hoffe, er findet raus, was er nach drei Jahren in der selben Firma als nächstes machen möchte, denn das ist die Frage, die ihn momentan beschäftigt.

DSC_3815Wir verabschiedeten uns und radelten getrennt weiter. Nach einiger Zeit kamen wir endlich in Khaung Daing an und wurden schon von gierigen Bootsbesitzern abgefangen. Aber heute liess ich mich nicht beirren, zuerst wollte ich etwas zu essen finden. Und wir wurden fündig. An einer Ecke stiessen wir auf ein Familienunternehmen, dass gerade Tofu machte. Dieses Dorf ist dafür bekannt, Tofu aus gelben Schälererbsen zu machen. Wir konnten den Prozess genau beobachten und das Resultat dann essen. Gar nicht so schlecht. Die Mädchen waren nicht begeistert, aber weniger wegen des Tofus als wegen der säuerlichen Sauce, die sie darüber gegossen hatten.

DSC_3818Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Boot und kamen dabei an diesem Bild vorbei. Zuerst dachte ich, dass es Muscheln waren. Da ich neugierig bin, nahm ich mir eins und steckte es mir in den Mund. Was für ein Genuss. Es waren Karamellbonbons höchstwahrscheinlich aus Rohrzucker. Gott, haben die gut geschmeckt. Und beim DSC_3823Rumfahren, trafen wir dann doch tatsächlich auf jemanden, der uns mit einem long boat über den Inle Lake nach Maing Thauk nehmen würde -unserer Fahrräder. Diese Bootsfahrt war eine der schönsten, die wir bis jetzt hatten. Der See lag ganz ruhig. Die Touristenboote waren weit entfernt. Wir sassen einfach nur auf DSC_3849Matten, ganz wie die Einheimischen und ich bekam sogar einen echten Inle Lake Fischer vor meine Linse. Der Tag war perfekt. Auf der anderen Seite des Sees haben wir kurz eine Eispause eingelegt, bevor wir die letzte Sunde Fahrradfahrens in Angriff nahmen. Auch hier hatten wir nur Glück. Wunderschöne Natur. Kaum Verkehr. Freundliche Gesichter. Ich bin so froh, dass wir diesen Ausflug gemacht haben.day184b

Bevor wir die Fahrräder zurück gegeben haben, trafen wir noch einmal auf den Bootsfahrtanbieter und erzählten ihm von unserer gestrigen Erfahrung. Ich bin hoffnungsvoll, dass unsere Anregungen und Kommentare eine positive Auswirkung auf die Erfahrung künftiger Touristen haben werden. Er hat interessiert zugehört und ich kann mir vorstellen, dass er Sachen verändert wird. Wünschenswert wäre es.

Beim Abgeben der Fahrräder stolperten wir noch über Ludwig, einen Bayern, der seit 20 Jahren mit einer Burmesin verheiratet ist und hier immer „überwintert„. Mit ihm und seiner Frau wechselten wir noch ein paar Worte, bevor es zum Abendbrot, typisches Burmesisches Essen gab.

Morgen ist unser letzter Tag in Inle Lake. Am Abend nehmen wir mal wieder einen Nachtbus nach Bagan unserer vorletzten oder letzten Station in Myanmar.