Bali.

Lovina Beach.

Unser letzter Tag in unserer wunderschönen Villa in Lovina Beach. Ach, ich könnte hier noch eine Woche bleiben und mich nicht langweilen. Wenn ihr mal weg wollt von allem, das ist der Ort… man kann Ausflüge machen und es auch sein lassen. Man kann an den Strand gehen und baden. Man kann Delfine sehen. Man kann schnorcheln und tauchen gehen. Man kann sich massieren lassen und gut essen gehen.

Und wir haben unsere Woche wirklich genossen. Vielleicht kommen wir wieder. Ich würde mich freuen, denn wir haben noch nicht alles gesehen. Heute wollten wir noch einen riesigen Baum besuchen, und haben es nicht gemacht. Wir waren noch nicht bei den Wasserfällen, und die kalten Quellen haben wir auch noch nicht gesehen. Dann gibt es noch ein Dorf mit Gehörlosen, das man besichtigen kann, auch das haben wir nicht geschafft. Es hat also noch genügend Sachen hier für uns, aber unsere Planung treibt uns morgen weiter nach Ubud.

Ihr könntet euch fragen, warum wir den Baum nicht besucht haben, nun, weil unsere Kinder sich so richtig gestritten haben. Und das ganze kostete uns ca. 1 Stunde des Tages, einige Tränen und für mich weitere graue Haare. Zum Schluss waren die Gemüter so erhitzt, dass wir nur noch baden gehen wollten.  Die Wellen, das Salzwasser, das Rumspielen hat uns vieren gut getan. Das Wetter war nicht zu heiss, so dass es angenehm war.

Wir hatten schon am ersten Tag die Verkäuferinnen am Strand kennen gelernt und heute wollten wir uns wenigstens noch massieren lassen. Also sahen wir uns die Wolken an, die sich langsam über die Berge schoben, assen unser Mittagessen und relaxten in unserer Villa, bevor um 16:00 Uhr unsere beiden Damen kamen, um uns vier zu massieren. Und es war gut, dass wir keinen Ausflug nach dem Mittag gemacht haben, denn es hat wieder geregnet.

Zuerst wurden die Mädchen massiert und dann wir beiden. Und es war eine gute Massage, ich habe jeden verspannten Muskel gespürt. Meine Schultern und meine Waden waren ganz besonders schlimm. Und wieder war der Moment, wo mein Kopf auch etwas abbekommen sollte, und ich nein sagte, denn ich will keine Kopfmassage. Aber anschliessend waren meine Gedanken natürlich wieder bei dem Tumor, bei unserer Reise, die mein Wunsch war, bevor ich so etwas vielleicht nicht mehr machen könnte, ich dachte an mein nächstes MRI, an die möglichen Konsequenzen und dabei soll man sich entspannen. 🙂

Dann haben wir uns noch ihre Waren angesehen und zwei Sarongs für die Mädchen gekauft. Das Gespräch war interessant. Das Leben auf Bali ist auch für die Einheimischen teuer. Und gerade jetzt in der Regensaison, läuft das Geschäft schwer. Sie haben beide eine Lizenz, Sachen an einem bestimmten Strandabschnitt zu verkaufen, sonst nirgendwo anders. Und massieren dürfen sie auch nicht am Strand, deshalb kamen sie auch zu uns nach Hause. Beide sind Mütter und ihre Männer sind ebenfalls am Arbeiten. Ich bin zu argwöhnisch, ich denke ständig, dass ich über den Tisch gezogen werde. Und dabei hätten wir uns vielleicht schon eine gute Massage vor ein paar Tagen gönnen können.

Bevor Stéphane die Motorräder wieder zurück brachte, hatte Lara noch eine kurze Fahrstunde, das war ihr Wunsch gewesen.

Morgen werden wir unsere Rucksäcke schultern und nach Ubud ziehen. Mal sehen, was uns da erwartet.

P.S. Nachtrag vom Vortag. Für die unter euch, die meine Ringgeschichte mitbekommen DSC_4161haben… gestern nun entschied ich mich, mir den Ring zu kaufen und mein schlechtes Gewissen, einfach im Klo runterzuspülen und mit dem Gedanken ging ich abends ins Zimmer, um noch etwas zu lesen und fand dabei meinen Ring auf meinem Nachtisch. Wann Stéphane ihn gekauft hat, weiss ich nicht, aber ich bin sehr sehr sehr glücklich.