Australien.

Great Ocean Road. Torquay – Lorne

Ich weiss, warum ich nicht gerne camping gehe – Regen, umräumen, ständiges Suchen, kalt, eng, ein Durcheinander… soll ich noch mehr negative Sachen aufzählen.

Wie auf Bestellung hatte es am Vorabend angefangen zu regnen und natürlich regnete es auch am Morgen. Ich stand zwar geschützt unter der Kofferraumklappe beim Frühstück vorbereiten, aber idyllisch, romantisch ist etwas anderes. Und ich hatte schlecht geschlafen. Warum?

  1. Der Camper stand nicht ganz horizontal, ich rutschte also immer.
  2. Wir haben auf jeden Fall eine Maus oder etwas ähnliches als Untermieter und das Knistern der Tüten, die bewegt wurden, machte mich wahnsinnig.
  3. Surrende Mücken im Camper
  4. Und eine harte Liegefläche wird mir blaue Flecken bescheren.

Das erste, was ich also brauchte, war ein Kaffee!!!!

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Als wir endlich alles wieder verstaut hatten, fuhren wir nach Torquay rein. Ein hübsches kleines Städchen. Dort wollten wir uns Handfeger und Kehrblech besorgen, damit wir nicht im Dreck ersticken würden. Aus „nur“ Handfeger und Kehrblech wurden: ein paar Schuhe für mich und für Lara, ein warmes Flanellhemd für mich, eine Thermoskanne für Alina’s Erkältungstee, Tupperware für unsere Maus, eine Kaffee/Teekanne – und das alles second hand. Dann gab es noch einen bio- Juice in einem Bioladen. Ich hatte einen tollen mit Kaffeegeschmack. Genau das richtige für meine müden Glieder. Und ein paar gute Tipps bekamen wir auch. Wusstet ihr, dass Arnika auch bei Reisekrankheit hilft und bei Gliederschmerzen, wenn die Kinder wachsen? Ich werde jetzt also Arnika noch mehr zu schätzen wissen. Alina’s Fee schubste uns dann noch in die richtige Richtung, um DAS Geburtstagsgeschenk für Mikaia zu finden. Irgendwie wurde aus einem kurzen Stop ein fast zweistündiger Aufenthalt. Aber wir hatten ja Zeit.

Dann ging es weiter entlang der Strasse vorbei an der berühmten Bells Beach, die für Surfer ein Paradise sein soll zum Addis Point, der mitten in einem Naturschutzgebiet liegt. Dort haben wir unser Mittag gegessen, das Zelt konnte im Sonnenschein trocknen, wir sind an den Strand gegangen, haben einen Baum gepflanzt und dekoriert und ein paar Vergebungen in den Wind geschrieen. Landschaftlich ist es wunderschön und gar nicht mal so unähnlich der schottischen Küste, nur das hier alles natürlich drei Nummern grösser ist.

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Gegen 16 Uhr sind wir weitergefahren in Richtung Lorne, wo wir die Nacht verbringen wollten. Kurz vor Lorne haben wir dann noch diesen schönen Regenbogen gesehen.

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Leider war der Campingplatz, den wir uns ausgesucht hatten, nur für Zelte, so dass wir im Endeffekt auf einem teureren in der Stadt einfuhren. Dann ging das Geräume wieder los: Zelt aufklappen, Betten vorbereiten etc. Auf den Grill kamen Paprikaschoten, Brokkoli, das restliche poulet vom Vortag, altes Brot und ein paar Würstchen.

Dann duschen und ab ins Bett und hallo Mäusegeraschel…