Den Kontinent hatten wir schon verlassen und am Morgen fuhr unsere Fähre in den Hafen von Newcastle ein. Dieser Hafen ist wirklich speziell und ein tolles Hotel sitzt ganz vorne auf der Landspitze mit einer wunderschönen Aussicht auf die Nordsee. Wenn ihr also irgendwann mal nach Newcastle kommt, dieses Hotel ist bestimmt eine gute Adresse.

Im Gegensatz zum letzten Jahr ging die Einreisebürokratie ziemlich schnell vonstatten. Und zum ersten Mal, und sicherlich nicht zum letzten Mal, kommentierte der Kontrolleur der Pässe, dass sich Alina ziemlich verändert hat. Wirklich? Ihren Pass haben wir gemacht, als sie nicht mal ein Jahr alt war. Babygesicht. Geschlossene Augen. Nun gut, sie durfte trotzdem einreisen.

Dann folgten nochmal fast 6 Stunden Autofahrt in Richtung Inverness. Im Zeitalter von GPS hat ja keiner mehr eine Autokarte dabei, als also unser GPS bei der Ausfahrt aus dem Hafen ausfiel, fuhr ich dann erst einmal zweimal im Kreis und erinnerte mich an vergessen gegangene Fähigkeiten, wie Lesen, Orientieren, Kombinieren und Entscheiden. Ist schon beängstigend, wie blöd uns die Technik werden lässt. Als mein dann wieder funktionierendes GPS mich von der Autobahn über die Landstrasse fahren liess, weil wir dadurch 10 Minuten über die gesamte Fahrzeit sparen würden, dachte ich mir nur so… jetzt reichts. Mitdenken! !!!!!!!!!!

Egal, um 17:Uhr standen wir vor der Tür unserer Unterkunft und wurden herzlich empfangen. Unsere Vermieterin war am eigenen Koffer packen, denn sie wollte am kommenden Tag nach Griechenland fliegen, so dass die „Hausübergabe“ doch etwas anders ausfiel, als wir sie mit unseren Untermietern gemacht hatten. „Schnell schnell“ war die Devise. In kürzester Zeit sahen wir das Haus, die Nachbarin, den nächst gelegenen Shop und kamen irgendwann nach Mitternacht und zwei Gläsern Wein endlich zur Ruhe.

Eigentlich sollten wir in diesem Haus die gesamte Zeit bleiben können, jetzt sieht es so aus, als müssten wir in 6 Wochen umziehen. Tief durchatmen und ruhig bleiben. Es kommt schon alles gut.

day3