Da fährt man nun über 1000 km in den hohen Norden Schottlands, um doch nur wieder im Aldi zu stehen und einzukaufen und dann noch das Abendbrot im Auto im Stau mit einem mini Schweizermesser zu zubereiten.

Wie das alles kam?

Nun es regnete heute morgen nach guter Schottischer Manier. Und gestern Abend hatten wir ganz kurz eine Freundin unserer Vermieterin, Sheila, kennengelernt. Und diese Sheila rief uns heute früh an, um sich für das Schottische Wetter zu entschuldigen. 🙂 Sie könne sich vorstellen, dass meine Töchter nach drei Tagen im Auto „Auslauf“ bräuchten und sie ist mir ihrem Sohn dann immer ins Schwimmbad gefahren, dort wäre es einfach toll, so mit Rutschbahnen (flume rides genannt) und so. Ich fand die Idee super und nach dem nach doch geraumer Zeit endlich die ganze Technik (PC, Internet, Telefon, Tablet 1, Tablet 2… – Mensch, wie haben die Leute eigentlich früher überlebt?) installiert war, fuhren wir nach Inverness ins Leisure Center. Für die unter euch, die Bernaqua in Westside kennen, wären enttäuscht gewesen. Das Bad ist doch wesentlich kleiner, aber nun… Und das System ist undurchsichtig: Man bezahlt £ 16.50 als Familie für 1½ Stunden. Aber wenn das Schwimmbad nicht voll ist, so wie heute, darf man länger bleiben. Im Endeffekt waren wir fast 3 Stunden drinne.

Da wir erst gegen 10:30 gefrühstückt hatten, hatten wir natürlich das Mittag ausfallen lassen und als wir dann aus dem Schwimmbad kamen ging die Litanei los „Hunger, Hunger, Hunger…“ Die 50 Minuten Autofahrt wollte und konnte ich so nicht ertragen und da schickte uns der Himmer einen Aldi. Dort wurde Brot und Sonstiges gekauft, was wir eigentlich an einer schöneren Stelle als dem Aldi-Parkplatz essen wollten. Nur dann kam der Stau. Mama ist ja nicht dumm, also schnell Kofferraum öffnen, Essbares rausholen, Papa auf den Schoss legen und dann flogen die Bestellungen schon ein.

So kamen wir zu Hause an ohne abgeknabberte Körperteile und verzweifelte Eltern. Wie war noch mal der Spruch von heute morgen, den ich gezogen hatte…? Wie wahr wie wahr.

Und nicht zu vergessen, die Show, die meine Töchter heute Abend noch aufführten: Musik, Singen, Drumming, Mantra chanting, Verse runterrasseln…James, unser Mitbewohner, verliess irgendwann das Wohnzimmer mit der Bemerkung „Jetzt hätten sie ihn geschafft!“ – was soll ich denn da sagen?

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