Was kann ich über den heutigen Tag schreiben? Ich war wieder in Ray’s Opportunities Büro und habe ihnen mit ihrer Bewerbung ‚Volunteer Friendly Award‚ geholfen. Wobei, geholfen? Nun das Projekt liegt bei einer andere Kollegin auf dem Schreibtisch und ich sollte mal einen Blick reinwerfen. Ich weiss, wie es mir gehen würde, wenn jemand anders einen Blick in meine Arbeit werfen würde – also kann ich verstehen, dass es für die Kollegin nicht erfreulich war, meine Vorschläge zu hören, auch nicht wenn sie extrem höflich verpackt waren. Ich werde sehen, wie sie nächste Woche reagiert, wenn sie das Ergebnis sieht. Ich habe mir sogar Hausaufgaben mitgenommen, denn ich war nicht fertig geworden. So weit ist es schon gekommen: Volunteer, der Arbeit mit nach Hause nimmt 🙂

Den Nachmittag habe ich mit SoulCollage® verbracht. Dorota, unsere Vermieterin wollte es mal ausprobieren und James, unser Mitbewohner, habe ich gefragt, ob er auch Lust hätte. Wir hätten also zu dritt sein sollen. 1 Stunde vorher kam der Anruf, ob Dorota noch jemanden mitbringen könnte. Sie hat einen 12-jährigen Schüler, der in keiner Schule mehr aufgenommen wird und jetzt bei ihr Privatunterricht hat. Ich hatte nichts dagegen. Zu viert um den Tisch konnte ich mir noch vorstellen. Dann kam aber auch noch die Aufsichtsperson für den Jungen und aus geplanten drei wurden fünf. Ganz schön eng. Aber irgendwie ging es und alle haben eine oder mehrere Karten gemacht. Dorota hatte zwei und James sogar fünf. Meine sieht so aus:

big_mama

Als die Karte fertig war, ging es mir dann nicht mehr so gut. Von den letzten fünf Karten, die ich alle hier in Forres gemacht habe, zeigen drei Einsamkeit. Fühle ich mich wirklich so einsam? Woher kommt das Gefühl? Diese letzte Karte hat so etwas Endgültiges, Abschied nehmendes, so etwas Trauriges. Ich bin die, die sich von allem und allen abwendet. Ich bin die, die alleine ins Ungewisse zieht. Ich bin die, die ihren Weg kennt. Ich bin die, deren ‚Big Mama‘ keinen ihr folgen lässt.

day45