Einsicht. Buchhaltung. Kochen. Volunteer event – voll

Nach gestern Abend und dem verärgerten und enttäuschten ins Bett gehen und dem erneuten vorfinden eines Entschuldigungsschreibens auf meinem Kissen, hatte ich heute Morgen plötzlich den Gedanken, dass da was sehr falsch läuft. Warum entschuldigen die Kinder sich bei mir, wenn sie sich selber blutig kratzen oder ihre Hausaufgaben vernachlässigen. Tuen sie mir damit weh? Nein ! Schaden Sie mir damit? Nein ! Wenn sie mir dumm kommen oder mir weh tun, dann sollten sie sich bei mir entschuldigen. Aber in den anderen Situationen, sollten sie sich eigentlich bei sich selber entschuldigten! Das ist meine Einsicht. Die Kinder sollten lernen, dass jedes Verhalten eine Konsequenz hat. Und wenn sie mit den Konsequenzen leben können, bitte – dann sollen sie es. Die Wunden, die Narben, ob sichtbar oder nicht, tragen sie. Ich kann sie nur darauf aufmerksam machen, aber im Endeffekt, sind es ihre Erfahrungen. Und ich muss lernen, loszulassen. Ich rege mich viel zu sehr auf, möchte immer nur das Beste, und bin dann enttäuscht, wenn es nicht klappt. Im Endeffekt ist es das selbe für mich. Wenn ich, wohl wissentlich, zu viel Schokolade esse, muss ich auch mit den Konsequenzen leben. Oder wenn ich meine Arbeit liegen lasse, um zu lesen oder zu spielen, trage ich auch die Konsequenzen. Beim Frühstück habe ich den Mädchen das erklärt und jetzt lasse ich mal die nächste Situation auf mich zu kommen. 🙂

Dann war ich heute früh bei Ray. Der offizielle Buchhalter, mit einer Passion für Kaffee, gab mir wieder mal Nachhilfe. Und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass obwohl ich doch schon so viel gemacht hatte, den grössten Brocken noch vor mir habe. 🙁

Dieses Gefühl des „Oh schaffe ich das alles?“ oder noch genauer „Wie soll ich das alles schaffen?“ – nahm ich mit in den Nachmittag, den ich im Park kitchen (Küchendienst) verbrachte. Ich war so unsagbar müde. Aber die Arbeit in der Küche hat meine Lebensgeister geweckt und wir hatten es gut . Es wurde gearbeitet, geredet, gelacht. Den Fehler vom Vortag, dass ich meine Kinder in der Schule vergessen hatte, beging ich heute nicht. Pünktlich um kurz nach 3 Uhr fuhr ich nach Forres, um sie abzuholen. Zurück in der Küche:day66

Ich am Arbeiten. Die Mädchen am Hausaufgaben machen.

Dann haben wir noch Abendbrot im CC gegessen und hatten dann noch das Treffen aller Volunteere und Mitarbeiter von Ray’s Opportunities.

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Wir sind nicht lange geblieben, aber lange genug, um mein Volunteer Week Zertifikat und eine Pralinenschachtel überreicht zu bekommen. 🙂