Cullerne Garden. Regen. Finanzieller Rückblick

Nach 31 Tagen hatte ich folgende Bilanz gezogen:

57% Unterkunft, 22% Nahrung, 17% Transport und der Rest für Kommunikation, Einkauf etc.

Jetzt sind schon zwei Monate vorbei, so nach 62 Tagen sieht die Statistik so aus: 58% Unterkunft, 25% Nahrung, 11% Transport, und der Rest ist wieder Kommunikation, Einkauf, sich gut fühlen, Besichtigungen und knapp 1% für Spass. market_iconMan könnte meinen, wir haben keinen Spass 🙁 Wir essen scheinbar mehr, fahren aber weniger Auto. 100% stimmt es nicht, da ich bestimmte Dinge von der VISA Rechnung nicht noch in meine app übertrage. Aber die app ist super. Wenn ihr mal im Urlaub, den Überblick behalten wollt: Travel Money kann ich wirklich empfehlen. Wir zahlen, wenn möglich alles in cash. Anfänglich hat Stéphane immer wieder mit der Maestro bezahlt, denn er hatte fälschlicherweisedownload gedacht, dass das Bezahlen kostenlos ist. Ist es aber nicht. Der Bezug am Geldautomaten ist kostenlos, aber nicht das Bezahlen im Geschäft. Es gab also Fälle, da hat er ein Brot für £ 1.00 gekauft, was nach dem derzeitigen Umtauschkurs ca. Fr. 1.50 ist und verrechnet wurden uns Fr. 3.50, da noch eine Gebühr von Fr. 1.50 drauf geschlagen wurde. Ein teures Brot.

Nach einer ganzen Woche weg vom Garten, habe ich mir heute, obwohl der Fussboden des Wohnzimmers immer noch mit Quittungen gepflastert ist, die Freiheit genommen, wieder einmal in den Garten zu fahren und einen ganzen Tag dort zu sein.

Was mich gefreut hat, war die Reaktion des Gartenteams. Ich durfte Kommentare hören wie „Schön, dass du wieder da bist.“ Manchmal muss ich scheinbar eine Weile nicht da sein, damit meine Mitmenschen merken, was sie an mir haben 🙂

Auf jeden Fall haben wir heute wieder geerntet. Ist das nicht ein schöner Anblick?DSC_0187[1]

Luc hatte mich wieder gebeten, das Gemüse zu waschen, also verschob sich meine Pause nach hinten. Aber ich mache das sehr gerne und es gibt mir ein Gefühl, gebraucht zu werden. Als dann alles fertig war, habe ich noch etwas im Grünkohlfeld gejätet. Dabei fiel mir auf, wie einer der Gäste, eigentlich nicht mit half, sondern untätig rumstand, telefonierte und schaute. Es war interessant mich dabei zu beobachten, wie geht es mir, wenn ich merke, dass jemand nicht mit hilft? Welche Gedanken habe ich ? Welche vorgefertigten Meinungen kommen zur Oberfläche? Und ich bin sehr kritisch und nicht sehr freundlich in meinem Urteil. Dass die Person, ein Mann aus Indien kam, und ich in meiner Zeit dort ähnliches Verhalten gesehen hatte: die Frauen arbeiten und schuften und die Männer schauen zu, war dabei nicht förderlich. Aber ich habe nichts gesagt, es war nicht meine Rolle.

Mittag gegessen habe ich im CC und bin dann frisch gestärkt in die Nachmittagsschicht in Cullerne Garden gegangen. Und es regnete. Anfänglich habe ich wieder mal Kompost gemacht und nach der Teepause habe ich im Polytunnel die von Braunfäule befallenen Tomatenpflanzen gehegt und gepflegt. Obwohl das Gartenteam sich wirklich sehr um die Pflanzen kümmert, gibt es auch in Cullerne Garden solche Probleme. Diese Pilzkrankheit entsteht durch große Temperaturschwankungen bei Tag und Nacht und zu hoher Luftfeuchtigkeit und davon haben wir reichlich.

Zum Abschluss eines verregneten Nachmittages, fuhr ich dann auch noch im Regen mit dem Fahrrad heim.

day70

Gerade nach Hause gekommen